vhsbaar in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft der Musikfreunde Donaueschinger Musiktage 2026: Besuch der Generalprobe des Abschlusskonzerts des SWR Symphonieorchesters
Dem SWR Symhonieorchester unter der Leitung seines Chefdirigenten und künstlerischen Leiters François-Xavier Roth ist wie jedes Jahr das Abschlusskonzert in der Baarsporthalle übertragen. Der Leitgedanke des Festivals „Polyphonie“ wird in den Werken von vier Komponistinnen und Komponisten als eine Reflexion über das Gedächtnis verstanden. Mauro Lanza und Noriko Baba beschäftigen sich auf ihre Weise mit der Unschärfe von Erinnerung. Angeregt vom Internetphänomen „dreamcore“ erzeugt Lanza mit Loops ein Déjà-vu-Gefühl zwischen Desorientierung und Nostalgie. Clara Iannotta reflektiert musikalisch über die Ungreifbarkeit von Erinnerung nach Verlust, während sich in scheiternden Erinnerungsversuchen ein neuer Raum öffnet. Fabien Lévy wiederum komponiert eine polyrhythmische Hommage an die Musik der zentralafrikanischen Völker Mbaka, Bedzan und Aka, deren Existenz durch die Klimakrise bedroht ist. Noriko Baba schließlich verwandelt mittelalterliche Tierallegorien, in denen kollektive Erinnerungen und Phantasie verschmelzen, in Klang.
Das SWR Symphonieorchester entstand im Jahr 2016 aus der Zusammenführung des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR und des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg. Es tritt u.a. in den Konzertreihen in Stuttgart, Freiburg und Mannheim auf sowie bei den Schwetzinger SWR Festspielen und den Donaueschinger Musiktagen.